Vom Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung wurde die rechtsextreme Identitäre Bewegung Anfang 2019 rechtskräftig freigesprochen. Doch nun stehen juristische Probleme an einer anderen Front bevor. Wie dem STANDARD vorliegende Berichte zeigen, ist die Staatsanwaltschaft Graz in ihren Ermittlungen zum Finanzgebaren der Organisation bereits sehr weit fortgeschritten. Insgesamt vermutet die Staatsanwaltschaft eine Abgabenhinterziehung "von mehr als 100.000 Euro" . Die genaue Summe dürfte deutlich höher sein, sie steht noch nicht fest. Der Wert von 100.000 Euro ist jene Grenze, ab der Gerichte zuständig sind. Ermittelt wird gegen 22 Personen und vier Verbände, darunter auch gegen die beiden Vordenker Martin Sellner und Patrick Lenart. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.