Einige Hundert Meter vor der Gipfelmessstation wird der Gesichtsausdruck von Georg Kaser entspannt, seine Mundwinkel bewegen sich nach oben, die Schritte werden schneller. Hier, zwischen dem Hintereisferner und dem Hochjochferner, beobachtet der Glaziologe zusammen mit Kollegen der Universität Innsbruck die Veränderung der Gletscher. Ein Messturm auf 3250 Meter Seehöhe schickt im Halbstundentakt Informationen in die Tiroler Hauptstadt. Quasi in Echtzeit können die Forscher nicht nur Temperatur, Niederschlag und Windströmungen analysieren; ein wichtiger Bestandteil der Forschung ist die Webcam, die den Rückgang des Eises dokumentiert. Und der ist unverkennbar.