Jeden Donnerstagnachmittag holt Cady für sich und ihre beiden kleinen Söhne bei der Voedselbank eine Kiste mit Nahrungsmitteln ab. Diese "Essensbanken" sind für die Niederländer das, was für die Österreicher die Tafel ist. Auch in Voorschoten bei Den Haag, wo Cady lebt, gibt es eine. Neugierig beugt sich die 32-Jährige über ihre Kiste: "Paprika, Tomaten, Kohlsprossen", beginnt sie aufzuzählen. Frühstücksflocken, Brot, Käse ... "Aber keine Tampons", stellt Cady enttäuscht fest. Die gehören so wie Shampoo oder Deodorant nicht zum Standardsortiment. "Die gibt es nur manchmal – leider."
Armut
Jede zehnte Niederländerin kann sich nicht immer Tampons leisten
Das zeigt die Studie einer Hilfsorganisation. Betroffene gefährden ihre Gesundheit, weil sie Produkte wiederverwenden