Geschichte Österreichs

Die Hebamme der Kaiserin unter Spionageverdacht

Eine kaiserliche Hebamme war am Hof der Habsburger nicht nur als Geburtshelferin zukünftiger Nachkommen von großer Bedeutung. Ihr intimes Wissen um Gesundheit und Gebärfähigkeit der Kaiserinnen rückte sie auch ins Zentrum politischer Interessen

Foto: Gemeinfrei
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Im April 1672 verließ die Hebamme Ana d'Avalos nach einem mehr als fünfjährigen Aufenthalt den Kaiserhof in Wien. In diesem halben Jahrzehnt hatte sie die aus Spanien stammende Kaiserin Margarita Maria Theresa bei nicht weniger als sechs Schwangerschaften begleitet. Ihrem Abschied vorausgegangen war der Tod einer Prinzessin, die nur zwei Wochen nach ihrer Geburt verstarb.