Corona

Verein Second Victim: Kostenlose psychologische Hilfe für medizinisches Personal

Durch Corona seien viele im medizinischen Bereich Beschäftigte an ihre Grenzen und darüber hinaus gekommen – ein neuer Verein will niederschwellige Hilfe aufstellen

Foto: AP/Anupam Nath
Foto: AP/Anupam Nath

Wie sehr gerade das medizinische Personal nach einem Fehler oder einem kritischen Ereignis, wie es die Pandemie zweifelsohne ist, betroffen sein kann, wissen die Gründerinnen und Gründer des neuen Vereins Second Victim aus eigener Erfahrung: "Ich war im April beziehungsweise Mai selber knapp vor einem Burnout", sagt Gründerin und erste Vorsitzende Eva Potura, Intensivmedizinerin und Anästhesistin. Sie selbst nutze schon seit langer Zeit die Möglichkeit, sich von jemandem begleiten zu lassen, der nichts mit ihrem Arbeitgeber zu tun hat. Potura spielt damit darauf an, dass es aktuell zwar psychologische Unterstützung in den Spitälern für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt – die Hemmschwelle, diese Angebote in Anspruch zu nehmen, aber relativ groß ist, "weil das sind ja quasi Kolleginnen".