Deutschland

Wetterprofi Kachelmann zur Flutkatastrophe: "Wenn niemand irgendetwas tut, gibt es viele Tote"

Deutschland sei schon lange ein "Failed State", was den Schutz von Menschen bei Naturkatastrophen angehe, meint der Meteorologe und empfiehlt Verantwortlichen eine Reise in die USA

Foto: APA/Sebastian Willnow
Foto: APA/Sebastian Willnow

Bereits am 11.Juli– als sonst kaum jemand ahnte, dass ganze Landstriche Deutschlands bald unter Wasser stehen würden –warnte der prominente Wettermoderator Jörg Kachelmann erstmals auf Twitter vor einer möglichen Hochwassergefahr. "Es wird womöglich Zeit, Menschen allmählich behördlicherseits und medial auf ein Hochwasser-Szenario vorzubereiten", schrieb er dann am Vormittag des 13. Juli – mehr als 36 Stunden vor den katastrophalen Fluten in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und später Berchtesgaden, die mindestens 170 Menschen das Leben kosten würden. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe das allerdings verabsäumt, bemängelt Kachelmann, der mit seiner Kritik an der Informationspolitik in Deutschland bei weitem nicht alleine ist, und im STANDARD-Gespräch die Rücktritte von Verantwortlichen fordert.