<p>Der Nischel, wie die Bevölkerung das Karl-Marx-Monument wenig ehrfürchtig nennt, steht seit 50 Jahren im Stadtzentrum.</p>
"Mir ging der Arsch auf Grundeis", erzählt Uwe Dziuballa in breitem Sächsisch von jenem Sommerabend, als er und zwei Freunde in seinem Lokal Schalom saßen und er kurz vor die Tür ging. Draußen stand "eine dunkle Wand" von etwa einem Dutzend Männer. "Judensau, verschwinde", habe er gehört, dann prasselten Gegenstände auf ihn ein, ein Pflasterstein verletzte seine Schulter. Er wich zurück, schloss die Tür, rief die Polizei.