Sie trägt ein weißes Kleid, Kerzen flackern im Hintergrund. Ein würdiger Anlass? Eigentlich schon. Es ist Sinéad O’Connors erster Auftritt in der berühmten" Saturday Night Live"-Show am 3. Oktober 1992. Sie performt Bob Marleys Protestsong "War". Die Kamera ist nah an ihr, ganz nah. O'Connor bringt den Song intensiv, eindringlich. Am Ende hält sie ein Foto von Papst Johannes Paul II. ins Bild – und zerreißt es: "Fight the real enemy."
Geradegerückt
Als Sinéad O'Connor das Papstbild zerriss
Vor dreißig Jahren protestierte die Sängerin gegen Missbrauch in der katholischen Kirche. Trotz ihres mutigen Auftritts blieb das Stigma "arme Irre". Doch das ändert sich gerade