Binnengewässer

Klimawandel macht die Seen salzig

Steigende Temperaturen, erhöhter Wasserbedarf und versiegende Zuflüsse lassen immer mehr Binnengewässer versalzen

Foto: Imago / Imagebroker
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Vor 60 Jahren fasste der Aralsee noch 1080 Kubikkilometer Wasser und war der viertgrößte Binnensee der Erde. Heute ist er in zwei Seen zerrissen, die zusammen nur noch ein Zehntel der ehemaligen Wassermenge fassen, er ist biologisch tot. Denn mit dem Schrumpfen versalzte der Aralsee. An manchen Stellen enthält ein Liter Wasser 150 Gramm Salz – viermal so viel wie in den Ozeanen. Hunderte Millionen Tonnen salzhaltiger Erde, ehemals der Boden des Sees, werden nun kilometerweit ins Umland gewirbelt und verursachen Atemwegs- sowie Augenerkrankungen.