Manganknollen

Tiefseebergbau: Der ungehobene Schatz am Meeresgrund

Die Automobil- und Elektronikbranche schielt auf Millionen Tonnen an wertvollen Metallen am Meeresgrund. Doch die Ausbeutung könnte unbekannte Ökosysteme zerstören

Foto: Reuters/GSR/Johan Roggeman
Foto: Reuters/GSR/Johan Roggeman

Zugegeben, wie ein Schatz sehen Manganknollen auf den ersten Blick nicht aus. Fein mit Sand überzogen, nur wenige Zentimeter groß, liegen sie auf dem Meeresboden. Ihr Wert kommt zum Vorschein, wenn man sie zersägt: Dann zeigen sich Strukturen, die an die Jahresringe eines Baumes erinnern. Zu rund einem Drittel aus Mangan und einem Fünftel aus Eisen bestehen die grauen Knollen, dazu etwas Kupfer, Titan, Nickel und Kobalt. Über Jahrmillionen haben sich die zuvor im Meerwasser gelösten Metalle um einen Keim, etwa einen Muschelsplitter, abgelagert.