MA 35

Wiederkehr sieht "erste Erfolge" bei Reform der Wiener Fremdenbehörde

Neue Zahlen der MA 35 deuten auf eine bessere Erreichbarkeit und mehr abgeschlossene Verfahren hin. Experten teilen diesen Befund nicht

Foto: APA/GEORG HOCHMUTH
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Die Kritik an der Wiener Magistratsabteilung 35 koste viel Motivation. Das ließ deren Chef Georg Hufgard-Leitner im Dezember im Bruno-Kreisky-Forum wissen. Was er nicht dazusagte: Die Kritik kam nicht von ungefähr. Seit Jahren hatten sich Beschwerden über viel zu langes Warten auf Aufenthaltstitel und Einbürgerungen, rassistische Äußerungen von Mitarbeitern und verschlampte Akten angehäuft. Im Sommer 2021 erreichten diese Missstände ihren vorläufigen Höhepunkt, als publik wurde, dass Mitarbeiter die Telefonhörer einfach nicht mehr abhoben – zum Teil auch aus Überforderung.