Kandidatur

Eine Nervensäge will in die Hofburg

Schwul, rechts und sehr kommunikativ: Gerald Grosz kandidiert und macht eine Show daraus. Das kann nerven. Aber wegschauen kann man auch nicht

Foto: APA/Schneider
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In linken Kreisen ist Gerald Grosz entweder gar nicht, als Nervensäge oder als Feindbild bekannt. Tatsächlich ist es als Medienkonsument gar nicht so leicht, an ihm vorbeizukommen: Grosz ist als (bezahlter) Gast regelmäßig bei Wolfgang Fellner auf oe24.tv zu Gast, wenn man einmal darüber hinwegzappt. Der 45-jährige Steirer pflegt mit Selbstbewusstsein und Eloquenz seine Rolle als Nervensäge und Feindbild der Linken, dabei ist er selbst sein hingerissenster Zuhörer. Eine gewisse Selbstgefälligkeit ist ihm schwer abzusprechen. Grosz vertritt seine durchwegs einem sehr rechten Weltbild entstammenden Positionen bis hart an die Schmerzgrenze und manchmal darüber hinaus. Eine geplante Tour durch Österreich mit seinem (linken) Gegenüber aus dem Fernsehstudio, Sebastian Born Mena, musste allerdings mangels ausreichender Publikumsnachfrage wieder abgesagt werden.