Braune Flecken

Nazi-Dichter Karl Leipert: Die rechte Seite einer Medaille

Tirols problematischer Umgang mit dem Erbe des 1994 verstorbenen Innsbrucker Blut-und-Boden-Schriftstellers

Foto: Stean Hechl
Foto: Stean Hechl

Was liegt, das pickt", heißt es beim Kartenspielen. Ähnliches schien 1992 zu gelten, nachdem das Land Tirol den Innsbrucker Blut-und-Boden-Dichter Karl Leipert 1992 mit einer Verdienstmedaille dekoriert hatte. Die Ehrung sorgte schon damals für Kritik, der STANDARD berichtete über Leiperts Kontakte zur rechtsextremen Szene und eine Anzeige wegen Wiederbetätigung, dem damaligen Landeshauptmann Alois Partl (VP) war die Verleihung daraufhin "peinlich". Rückgängig gemacht wurde sie jedoch nicht.