Ein Faustgruß, ein fester Blick in die Augen, kein Lächeln: Sowohl US-Präsident Joe Biden als auch der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman wählten bei ihrem ersten Zusammentreffen in Jeddah vor den Augen der Weltöffentlichkeit eine gesichtswahrende Reserviertheit. Über die Vorgeschichte konnten und wollten sie sich nicht hinüberschwindeln. Im Gespräch – das mit drei Stunden viel länger als geplant dauerte, so schlecht also nicht gelaufen sein kann – packten sie den Stier bei den Hörnern. Die perverse Ermordung des saudischen Publizisten Jamal Khashoggi im saudiarabischen Generalkonsulat in Istanbul im Oktober 2018 durch Schergen des Regimes wurde nicht ausgespart.