Fall Kellermayr

"Alleingelassen": Kritik am Umgang der Polizei mit Hass gegen verstorbene Ärztin

Die Verfolgung der Hassnachrichten, die Lisa-Maria Kellermayr meldete, erfolgte nur schleppend. Experten fordern mehr Sensibilisierung – und spezialisierte Stellen

Foto: AP/Elise Amendola
Foto: AP/Elise Amendola

Haben die Behörden versagt? Nach dem Tod der oberösterreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr stellt sich diese Frage in sozialen Medien laufend. Kellermayr hatte sich im Netz immer wieder kritisch zum Umgang mit der Pandemie geäußert. Das hatte sie zum Hasssubjekt einschlägiger Gruppierungen aus der Covid-Maßnahmengegner-Szene gemacht. Diese bedrohten sie so heftig, dass Kellermayr zuletzt ihre Praxis schließen musste. Versuche, gegen den Hass im Netz vorzugehen, blieben erfolglos. Bisher wurde keiner der Verfasser der Nachrichten rechtlich geahndet – und das, obwohl Kellermayr immer wieder versuchte, Hilfe zu bekommen. Warum eigentlich?