Kickl unter Verdacht

Jenewein-Rückzug legt Machtkampf in der FPÖ offen

Parteichef Kickl will von der Anzeige gegen eine ganze Reihe seiner schärfsten Kritiker aus der Wiener FPÖ nichts gewusst haben – das kaufen ihm nicht alle ab

Foto: APA/EXPA/JOHANN GRODER
Foto: APA/EXPA/JOHANN GRODER

Es wird wahrlich nicht alle Tage publik, dass ein Politiker seine eigenen Parteifreunde, im konkreten Fall etliche Personen aus der Wiener FPÖ, anonym anzeigt und ihnen den Missbrauch von mehreren Millionen Euro vorwirft. Hans-Jörg Jenewein, der Mann fürs Grobe – eigentlich Gröbere – von FPÖ-Chef Herbert Kickl, tat offenbar genau das – und trat nun ganz plötzlich aus der FPÖ aus, seither ist er auch nicht mehr erreichbar.