Unistandard

20 Jahre Universitätsgesetz: "Die Uni-Angehörigen können weniger mitsprechen"

Im Jahr 2002 wurde die Autonomie der Unis samt neuer Strukturen beschlossen, die Proteste waren massiv. Was wurde aus den seinerzeitigen Versprechungen und Befürchtungen?

Foto: STANDARD/Cremer
Foto: STANDARD/Cremer

Das Jahr 2002 bedeutete für die österreichischen Universitäten eine historische Zäsur. Das damals von der schwarz-blauen Koalition beschlossene Universitätsgesetz – vulgo UG 2002 – löste die Unis aus der staatlichen Verwaltung heraus und brachte ihnen die vielzitierte Autonomie. Die Unis sollten fortan unternehmerischer gemanagt werden, die demokratische Mitbestimmung in den Gremien wurde dafür zur Empörung vieler Uni-Angehöriger zurückgedreht. Neue Institutionen wie die Universitätsräte wurden ins Leben gerufen, ihr Geld bekamen die Unis nun durch Leistungsvereinbarungen, die durch spätere Novellen dann an ECTS-Punkte gekoppelt wurden.