Arbeitsmarkt

Jobs, aber kein Aufstieg für Geflüchtete

Etwa 52 Prozent der Menschen, die 2015 aus Afghanistan, Syrien und anderen Staaten nach Österreich gekommen sind, haben Arbeit gefunden. Viele Betroffene sind prekär beschäftigt. Die Lehre für Asylwerber ist de facto tot

Foto: Imago
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Wie viele Afghanen, Syrer, Iraker und Iraner schaffen es, am Arbeitsmarkt unterzukommen? Seit dem Fluchtjahr 2015 beschäftigt diese Frage in Österreich die Öffentlichkeit und die Medien. Dabei wird oft der Erfolg oder Misserfolg der Integration anhand von Arbeitsmarktzahlen diskutiert. Aus Expertensicht ist das bestenfalls ein Parameter in der Debatte – schnell einen Job zu finden kann für eine Erwerbskarriere auch nachteilig sein. Wenn jemand seine Fähigkeiten nicht ausschöpfen kann, als Hilfs- statt als Fachkraft arbeitet, bedeutet das ja aus individueller Sicht, Potenzial ungenutzt zu lassen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht heißt dies, dass Ressourcen nicht optimal eingesetzt werden.