Als die Liga der Arabischen Staaten im November 2011 die Mitgliedschaft Syriens suspendierte, schien im Nahen Osten und in Nordafrika ein neues Zeitalter angebrochen: Ägypten bereitete sich auf die ersten Parlamentswahlen nach dem Sturz Hosni Mubaraks vor, in Tunesien – dort war Ben Ali in die Wüste geschickt worden – hatten sie bereits stattgefunden. Muammar al-Gaddafi war tot, von Rebellen getötet, im Jemen bemühten sich die arabischen Golfstaaten, Machthaber Ali Abdullah Saleh zum Aufgeben zu überreden.