Zwischen Hype und Ausbeutung

"Klickarbeit" für künstliche Intelligenz in Afrika

Junge Menschen in Uganda und Kenia trainieren die künstliche Intelligenz großer Technologieunternehmen – in mühsamer Handarbeit und unter prekären Bedingungen

Montage: DER STANDARD, Foto: AFP/INA FASSBENDER

Bilder richtig lesen können: Menschen bringen der KI bei, wer sich hier bewegt.

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Acht Stunden am Tag immer wieder die gleichen Klicks. "Klick, Klick" für einen roten Apfel. Auf den Bildschirmen ist eine Obstplantage zu sehen, offenbar mit einer Drohne gefilmt. Per Mausklick werden diejenigen Äpfel markiert, die rot sind. Nur die reifen Äpfel soll die Drohne pflücken. Das stetige "Klick, Klick" ist auch zu hören, wenn mit dem Cursor am Bildschirm Fahrbahnmarkierungen nachgezeichnet werden, wo ein Auto nicht entlang fahren darf. Auf einem anderen Bildschirm ist das Innere eines Warenhauses zu erkennen. Der Greifarm eines Roboters wird per Mauszeiger trainiert, wie er die richtige Kiste aus dem Regal zieht. Klick für Klick bringen die Ugander und Uganderinnen in dieser Büroetage in der Hauptstadt Kampala dem Roboter bei, seine Arbeit zu optimieren.