Netzpolitik

"Förderung von Suchtverhalten": EU verlangt Risikoprofil für TikTok Lite

Das neue Bonusprogramm ermöglicht es Punkte zu sammeln, um damit Belohnungen wie Amazon-Gutscheine abzustauben. Das könnte Jugendliche noch mehr an die Plattform binden

APA/dpa/Marijan Murat

ABD0002_20220825 - STUTTGART - DEUTSCHLAND: ARCHIV - 11.07.2022, Baden-Württemberg, Stuttgart: ILLUSTRATION - Ein Teenager tippt auf das TikTok-Logo auf einem Smartphone. Die Vorherrschaft der Social-Media-Unternehmen aus den USA unter Jugendlichen in Deutschland gerät durch den Aufstieg des chinesischen Kurzvideo-Portals TikTok ins Wanken. (zu dpa ´Studie: TikTok schließt bei Jugendlichen rasant zu US-Diensten auf») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++. - FOTO: APA/dpa/Marijan Murat

APA/dpa/Marijan Murat

Nach der Einführung von TikTok Lite in Frankreich und Spanien fordert die EU ein Risikoprofil für die neue App der Kurzvideo-Plattform. Die Europäische Kommission hat dem Unternehmen eine Frist von 24 Stunden gesetzt, wie die Behörde am Mittwoch mitteilte. Es bestünden Bedenken hinsichtlich der möglichen Auswirkungen der App auf Kinder und Jugendliche. Die Tochter des chinesischen Konzerns ByteDance hätte vor der Einführung in der EU eine Risikobewertung vornehmen müssen. "Wir werden keine Mühen scheuen, um Minderjährige unter dem DSA zu schützen", schrieb EU-Industriekommissar Thierry Breton auf dem Kurznachrichtendienst X. Er bezog sich dabei auf das Regelwerk Digital Services Act (DSA), das besonders großen Internet-Plattformen strenge Regeln auferlegt. "Wir stehen bereits im Kontakt mit der Kommission und werden auf die Aufforderung antworten", sagte ein Sprecher von TikTok.