Trafen einander Montagabend zum TV-Duell: Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und FPÖ-Chef Herbert Kickl (mit ORF-Moderatorin Susanne Schnabl).
Zwischen ÖVP und SPÖ gibt es so gut wie keine Gemeinsamkeiten, vor allem auf dem Gebiet der Wirtschaftspolitik und der Gesellschaftspolitik. Zwischen ÖVP und FPÖ hingegen gibt es sehr viele Überschneidungen. Das gilt für die Wirtschaftspolitik, aber sehr viel mehr noch für die Gesellschaftspolitik. Die FPÖ will kritische Medien und Künstler und Intellektuelle überhaupt an die Kette legen. Die ÖVP will nach dem neuesten Gesetzesvorhaben investigative Journalisten einsperren. In der Migrationspolitik vertritt die Volkspartei eine "Kickl light"-Politik, in der Umweltpolitik sind sowohl ÖVP als auch FPÖ reine Autoparteien und halten die "Renaturierung" von versiegelten Böden für unnütze Spinnerei. Beide halten Trachtenumzüge und Blasmusik für die wahre Kultur. Beide wollen sich "von Brüssel" nichts sagen lassen, wobei Herbert Kickl um einiges radikaler ist, aber auch da liegen die Unterschiede im Graduellen.