Kulturfestival

Was Kirchen von Kohleminen lernen können: Manifesta 2026 im Ruhrgebiet

Die europäische Wanderbiennale macht 2026 in Duisburg, Gelsenkirchen, Bochum und Essen Station. Der Fokus liegt diesmal auf verlassenen Gotteshäusern – und ihrer ungewissen Zukunft

Jochen Tack/Stiftung Zollverein

Wie können stillgelegte Orte neu genützt werden? Der Zollverein in Essen macht es seit Jahrzehnten vor. In den 1980er-Jahren wurde noch Kohle abegbaut, heute können Besucher und Besucherinnen im Sommer schwimmen gehen.

Jochen Tack/Stiftung Zollverein

Dort, wo sich einst der Altar erhob, führt heute eine Leiter in ein öffentliches Schwimmbad. Dort, wo früher die Kirchenbänke standen, sind jetzt Feldbetten für Bedürftige aufgestellt. Und dort, wo sich vor kurzer Zeit noch das Weihwasserbecken befand, wurde nun eine Kinderspielecke eingerichtet. In diesen ehemaligen Gotteshäusern wird heute Freizeit verbracht, gespielt, geschlafen – gebetet wird da längst nicht mehr. Was ist passiert?