22 Millionen Euro für Medikamentenforschung, Coronavirus-Maßnahmen zumindest bis nach Ostern

Livebericht

Anträge von österreichischen Forschungsfirmen können ab sofort eingebracht werden. Österreichweit gibt es mit Stand Samstagnachmittag 2.814 bestätigte Fälle

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Maßnahmen bezüglich Schulen, Restaurants, Geschäfte und Verhalten im öffentlichen Raum werden bis Ostermontag, 13. April, verlängert. Danach sollen sie schrittweise abgebaut werden. "Wir bitten Sie, halten Sie durch", appellierte Kanzler Kurz an die Bevölkerung. Auch Tirol verlängert die Quarantäneverordnung für alle 279 Gemeinden bis zum 13. April.
  • Die Regierung stellt weitere 22 Millionen Euro für die Forschung an Medikamenten gegen das Coronavirus bereit. Aufruf der Regierung: Mehr Menschen sollen sich für den außerordentlichen Zivildienst melden.
  • Österreichweit gab es mit Stand Samstag, 15 Uhr, 2.814 Infektionsfälle, nach Bundesländern: Tirol (575), Oberösterreich (548), Niederösterreich (394), Steiermark (388), Wien (359), Vorarlberg (228), Salzburg (185), Burgenland (54), Kärnten (83). Das Gesundheitsministerium hat acht Todesfälle bestätigt. Neun Personen gelten aktuell als genesen.
  • Mit Johann Singer (ÖVP) ist der erste österreichische Nationalratsabgeordnete positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden.
  • 18.000 Unternehmen haben bisher Interesse an Kurzarbeit angemeldet, teilte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) mit. Seit dem Start der Ausgangsbeschränkungen gab es Montag bis Donnerstag zusammengerechnet 97.500 Arbeitslose mehr als am Sonntagabend.
  • Lebensmittelgeschäfte und Drogerien dürfen nur noch bis 19 Uhr offen haben. Nach einer Einigung der Sozialpartner sollen Risikogruppen und schwangere Handelsangestellte keinen Kundenkontakt mehr haben. Mitarbeiter im Geschäft werden mit Masken, Handschuhen und Plexiglas geschützt.
  • Parks und Spielplätze können geöffnet bleiben, es gibt keinen zentralen Erlass des Bundes, sie zu schließen. Den Ländern ist freigestellt, strengere Regelungen zu verordnen. Wichtig sei, mindestens einen Meter Sicherheitsabstand zu wahren.
  • Alle Kur- und Rehazentren werden ab dem Wochenende geschlossen.
  • Die EU-Kommission rechnet damit, dass die Wirtschaft so stark einbrechen könnte wie zuletzt im Krisenjahr 2009.
  • Der Bundesrat hat am Samstag das bereits durch den Nationalrat gegangene zweite, noch umfangreichere Paket zur Bekämpfung der Corona-Krise abgesegnet. Unterschrift des Bundespräsidenten und Veröffentlichung fehlen noch zum Inkrafttreten. Mit dem Gesetzespaket werden 44 Gesetze entweder novelliert oder neu eingeführt.

Weitere Informationen

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Hinweise zur Situation und Verhaltensregeln in mehreren Fremdsprachen (Integrationsfonds)

(red, 21.3.2020)