Schrittweise Einführung von Maskenpflicht in der Öffentlichkeit

Livebericht

Die Regierung hat die Corona-Maßnahmen weiter verschärft. In der "ZiB Spezial" dämpfte der Kanzler erneut die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Regierung zog in einer Pressekonferenz eine erste Bilanz der bisherigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Sebastian Kurz: "Es ist die Ruhe vor dem Sturm." Drei Maßnahmen werden laut dem Bundeskanzler zusätzlich ergriffen: Gefährdete Personen sollen besser geschützt werden, die Regierung will die bisherigen Maßnahmen konsequent kontrollieren und auf Masken in der Öffentlichkeit setzen. Supermarktketten werden das Verteilen der Masken voraussichtlich ab Mittwoch organisieren, jedenfalls sobald Masken in ausreichender Zahl im Land sind.
  • Gefährdete Personengruppen werden zusätzlich beruflich freigestellt oder müssen verpflichtend ins Homeoffice.
  • Die touristische Nutzung von Hotels wird untersagt.
  • Die Schutzkonzepte der Spitäler werden ausgebaut.
  • Derzeit findet eine Stichprobentestung bei 2.000 Personen statt. Damit werde man Ende der Woche abschätzen können, wie viele Personen tatsächlich infiziert sind. Auch beim medizinischen Personal werden entsprechende Testungen durchgeführt.
  • Es habe allein am Wochenende 2.046 Anzeigen wegen Verstößen gegen die Coronavirus-Maßnahmen gegeben. Kurz: "Wir sind weit entfernt von einer Lockerung der Maßnahmen." Sobald dies möglich ist, werden Geschäfte zuerst geöffnet, so der Kanzler. Erst danach sollen Schulen und Unis folgen.
  • Mit Stand Montag, 10.30 Uhr, sind laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Innenminister Karl Nehammer österreichweit 108 Personen an den Folgen des Coronavirus gestorben und 636 wieder genesen. Insgesamt wurden 618 Menschen in Österreich positiv auf das Virus getestet (Quelle: Dashboard des Gesundheitsministeriums per Stand 23 Uhr).
  • Von 15. bis 29. März wurden 179.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Am 16. März traten die Maßnahmen gegen das Coronavirus in Kraft.
  • Das Donauinselfest wird auf September verschoben, der traditionelle SPÖ-Maiaufmarsch in Wien wird abgesagt.
  • Die USA verzeichnen mit über 142.000 Corona-Fällen weltweit die meisten Erkrankungen. US-Präsident Trump hat am Sonntag angekündigt, dass die aktuell geltenden Maßnahmen bis 30. April verlängert werden. New York steht vor einer Katastrophe. Trump befürchtet 100.000 Coronavirus-Tote in den USA.
  • Das Land Niederösterreich lässt am Montag 250 Pflegerinnen und Pfleger aus Rumänien und Bulgarien einfliegen. Nach einer 14-tägigen Quarantäne sollen sie bis zu sechs Wochen lang in Österreich arbeiten können. Die Kosten für den Flug und die Unterbringung während der Quarantänezeit tragen das Land Niederösterreich beziehungsweise die Wirtschaftskammer – wenn die Betreuerinnen in Niederösterreich tätig sind.
  • Die wichtigste Corona-Regel lautet: Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause, schränken Sie Ihre Sozialkontakte ein. Einkaufen, um die Grundversorgung zu gewährleisten, ist gestattet, der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur allein oder mit Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Halten Sie die Abstandsregel von mindestens einem Meter ein.

Weitere Informationen

Die Ages beantwortet Fragen rund um das Coronavirus unter der Nummer 0800 555 621. Sollten Sie Symptome aufweisen, rufen Sie bei der landesweit gültigen Gesundheitshotline 1450 an.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus

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Richtiges Verhalten in heimischer Quarantäne

Aktuelle Covid-19-Situation in Österreich (Ages)

Bestätigte Fälle und Testungen in Österreich (Gesundheitsministerium)

Hinweise zur Situation und Verhaltensregeln in mehreren Fremdsprachen (Integrationsfonds)

(red, 29.3.2020)