Sportarten wie Tennis und Golf ab 1. Mai wieder erlaubt, Erntehelfer für Tirol und Kärnten aus Rumänien eingeflogen

Livebericht

Weltweit gibt es nun mehr als zwei Millionen bestätigte Corona-Fälle. Deutschland lockert die Beschränkungen leicht

Das Wichtigste in Kürze:

  • Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat am Mittwoch Ausnahmen vom Betretungsverbot im Freizeit- und Breitensport präsentiert. Er nannte als Beispiele von Sportarten, die ab dem 1. Mai wieder möglich sein sollen: Leichtathletik, Tennis und Golf, Bogenschießen oder etwa Segelfliegen. Diese Aufzählung sei nicht vollzählig, aber es sei klar, "in welche Richtung es gehen wird". Alle diese Aktivitäten finden weiter ohne Zuschauer statt. Beim Radfahren oder Laufen sind Mindestabstände zwischen fünf und 20 Metern empfohlen. Für Berufssportler gelten die Ausnahmen auch für Indoor. Gelten sollen diese Regelungen ab 20. April.
  • Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) gab am Mittwoch den Wahltermin für die Wien-Wahl bekannt: Sie soll am 11. Oktober stattfinden. Um den Wirtschaftsstandort zu sichern, habe man Hilfsfonds eingesetzt, für bedürftige Kinder werden 6.000 Laptops angeschafft und verteilt. Kurzparkzonen werden ab 27. April wieder aktiviert.
  • Am Mittwoch sind auf dem Flughafen Innsbruck 122 Erntehelfer für die Tiroler und die Kärntner Landwirtschaft aus Rumänien gelandet. Bei den Erntehelfern wurde noch auf dem Flughafen die Temperatur gemessen und ein Abstrich gemacht. In Kleinbussen mit maximal fünf Personen sollten sie dann in die Betriebe gebracht werden, hieß es von der Tiroler Landwirtschaftskammer. Sie sollen schon während der Quarantäne arbeiten.
  • Die Gemeinde Altenmarkt im Pongau sperrt als letzte Salzburger Quarantänegemeinde ab Mitternacht wieder auf. Das Land hat sich dafür noch zwei Tage Zeit gelassen, um alle Bewohner und Mitarbeiter des besonders von Corona betroffenen Seniorenwohnhauses durchzutesten.
  • Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat der Johns-Hopkins-Universität zufolge die Marke von zwei Millionen überschritten.
  • In Deutschland werden die Kontaktbeschränkungen bis zum 3. Mai fortgesetzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete am Mittwochnachmittag, dass die deutschen Bundesländer ab dem 4. Mai schrittweise die Schulen öffnen können. Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmeter können ab dem 20. April geöffnet werden.
  • US-Präsident Donald Trump kündigte Dienstagabend an, die Beiträge der USA für die Weltgesundheitsorganisation einzufrieren, weil er der Organisation vorwirft, im Kampf gegen das Virus versagt zu haben. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus mahnte zum "gemeinschaftlichen Kampf gegen eine gemeinsame Bedrohung". In New York könnte das Tragen von Schutzmasken in Situationen, in denen man keinen Abstand halten kann, vorgeschrieben werden.
  • Um die Corona-Pandemie zu überbrücken, könnte die krisengeschüttelte AUA hunderte Millionen Euro aus dem Steuertopf erhalten. Staatshilfen in dieser Höhe müssen laut Klimaschutzministerin Leonore Gewessler an klimapolitische Bedingungen gebunden werden. "Wenn es Unternehmen wieder besser geht, muss auch der Steuerzahler etwas von den Hilfen haben", sagt die grüne Politikerin im Gespräch mit dem STANDARD. Möglichkeiten dafür gibt es laut Ökonomen durchaus: vom Einsatz alternativer Treibstoffe bis zur Flugticketabgabe.
  • Dem Personal der Fluglinie AUA steht nun ein neues, strenges Sparpaket ins Haus. Geht es nach dem Vorstand, sollen die Mitarbeiter künftig etwa um Sozialleistungen, Erfolgsbeteiligungen, aber auch um das 13. und 14. Monatsgehalt umfallen.
  • Zwei unterschiedliche offizielle Todeszahlen: Das Gesundheitsministerium hat ein neues Dashboard ausgerollt. Demnach sind in Österreich bis Mittwochvormittag 338 Personen an Covid-19 gestorben. Auf einer Informationsseite des Ministeriums waren zum selben Zeitpunkt 393 Verstorbene angegeben. Das Ministerium nennt "keine der beiden Zahlen falsch", Widersprüche bei der Zählweise konnten vorerst aber nicht erklärt werden.
  • Die wichtigste Corona-Regel lautet: Bleiben Sie so weit wie möglich zu Hause, schränken Sie Ihre Sozialkontakte ein. Einkaufen, um die Grundversorgung zu gewährleisten, ist gestattet, der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur allein oder mit Personen aus einem gemeinsamen Haushalt. Halten Sie die Abstandsregel von mindestens einem Meter ein.

Weitere Informationen

Die Ages beantwortet Fragen rund um das Coronavirus unter der Nummer 0800 555 621. Sollten Sie Symptome aufweisen, rufen Sie bei der landesweit gültigen Gesundheitshotline 1450 an.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Coronavirus

Die aktuellen Zahlen zum Coronavirus

Aktuelle Covid-19-Situation in Österreich (Ages)

Bestätigte Fälle und Testungen in Österreich (Gesundheitsministerium)

Hinweise zur Situation und Verhaltensregeln in mehreren Fremdsprachen (Integrationsfonds)

(red, 15.4.2020)