Trump beendet Kooperation mit WHO, Ischgler Hotel schon am 3. März über Infektion informiert

Livebericht

Maskenpflicht gilt ab 15. Juni nur mehr in drei Bereichen. In der Gastronomie wird dann erst um ein Uhr nachts zugesperrt werden müssen

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Donald Trump hat ein Ende der Zusammenarbeit der USA mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt. Die von den USA der WHO bisher zur Verfügung gestellten Mittel würden an andere globale Gesundheitszwecke gehen, sagte Trump am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz.
  • Bereits am 3. März informierte eine isländische Reiseleiterin ein betroffenes Hotel in Tirol über mehrere Corona-Fälle. Dieses leitete die Nachricht erst zwei Tage später weiter, so Recherchen von "Profil" und "ZiB 2". Zudem zeigen interne Protokolle des Landeskrisenstabs, dass dieser die Situation herunterspielte und einen weiteren Infektionsfall bewusst nicht öffentlich kommunizierte.
  • Die Regierungsspitze gab einen weiteren Lockerungsschritt bekannt: "Es wird weniger Regeln, sondern mehr Eigenverantwortung geben", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP). Die Maskenpflicht wird gelockert. Ab 15. Juni ist der Mund-Nasen-Schutz nur mehr verpflichtend in Öffis, im Gesundheitsbereich (etwa Apotheken) und bei Dienstleistungen, wo der Ein-Meter-Abstand nicht eingehalten werden kann (z. B. Friseure). Mitarbeiter in der Gastronomie müssen weiterhin Mundschutz tragen.
  • Die Sperrstunde in der Gastronomie wird auf ein Uhr nachts verlegt. Die Beschränkung von vier Personen an einem Tisch wird aufgehoben.
  • Die Regeln für Schulen wird Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) im Detail am Samstag bekanntgeben. Es wird ebenfalls Lockerungen geben.
  • Darüber hinaus endet auch am 15. Juni bei Einreise nach Österreich aus Ländern mit entsprechender Vereinbarung die Quarantäne-Pflicht.
  • Am Freitagmorgen wurde das Budget vom Nationalrat beschlossen. Ursprünglich hätte es schon am Donnerstag beschlossen werden sollen, die Abstimmung wurde aber kurzfristig gestoppt: Grund war ein Einwand von SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer, der auf einen Zahlenfehler hinwies. Demnach wäre die Auszahlungsobergrenze laut Abänderungsantrag nicht bei 102 Milliarden, sondern bei 102.000 Euro gelegen.
  • Nach einer rund zweieinhalbmonatigen Schließung sperrten am Freitag die Fitnessstudios, Thermen, Freibäder, Hotels, Pensionen, Campingplätze und Kinos wieder auf.
  • Die wichtigste Corona-Regel lautet: Halten Sie einen Abstand von mindestens einem Meter zu Personen ein, mit denen Sie nicht zusammenleben. (red, 29.5.2020)

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