Regierung empfiehlt maximal 25 Personen bei privaten Feiern

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Abstand halten, Maske tragen und kleinere private Feiern: Erwartet wurden neue Regeln, die Regierungsspitze sprach nach dem Ministerrat aber nur Empfehlungen aus


Am heutigen Mittwoch traf sich die Regierung zu ihrem ersten regulären Ministerrat nach der Sommerpause. Danach präsentierten Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) sowie Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) die Ergebnisse.

Im Vorfeld ist man davon ausgegangen, dass heute neue Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bekanntgegeben werden, doch es blieb dann bei bloßen Empfehlungen. Kurz hob drei Punkte hervor: Abstandhalten und Hygienemaßnahmen, Maskentragen und verkleinerte private Feiern. "Je mehr sich unser gesellschaftliches Leben nach innen verlagert, umso wichtiger ist es, dass wir dort, wo wir den Abstand nicht einhalten können, wieder vermehrt die Maske tragen", sagte Kurz. Man wisse zudem, dass viele Ansteckungen im privaten Bereich passieren. Die Empfehlung lautet: maximal 25 Leute pro Party.

Laut Gesundheitsminister Anschober sehe man einen Anstieg in den letzten Wochen, allerdings sei dieser weniger stark als im März. Man merke aber einen Schwerpunkt bei privaten Festen, sagte Anschober und bekräftigte die "25 Leute pro Party"-Empfehlung.

Vizekanzler Kogler schloss einen zweiten Lockdown jedenfalls aus. Das Motto bleibe: "So viel Freiheit wie möglich und so wenig Einschränkungen wie notwendig." Man werde hier die Corona-Ampel, die ab Freitag dieser Woche in Betrieb gehen soll, gezielt einsetzen. Die Flexibilität in den Bezirken sei ein Teil der Lösung. (red, 2.9.2020)