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Livebericht-Nachlese: Sieben Bezirke offiziell auf Orange gestellt, keine Auswirkungen auf Schulen

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Auch bei Veranstaltungen wird sich aufgrund der Umstellung nichts ändern. Heute gab es österreichweit 764 Neuinfektionen – 400 allein in Wien


Das Wichtigste in Kürze

  • Die Corona-Ampel-Kommission ist am Montagabend zu einer Sondersitzung zusammengetreten. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wurde nicht erst wie geplant am Donnerstag beraten. Weite Teile Österreichs wurden auf Gelb oder sogar Orange gestellt. Wien, Innsbruck, Kufstein, Mödling, Neunkirchen, Bludenz und Dornbirn werden auf Orange geschaltet. Welcher Bezirk wie eingefärbt wird, ist auf der offiziellen Ampelkarte nachzusehen.
  • Für Schulen und Veranstaltungen wird diese Umstellung nichts ändern. Es seien "keine weiteren Maßnahmen erforderlich, da derzeit keine Hinweise vorliegen, dass der Bildungssektor substanziell an der Ausbreitung beteiligt ist", hieß es auf der Ampel-Website. Auch weitere Maßnahmen im Bereich der Veranstaltungen seien "nicht erforderlich". Die Kommission empfiehlt lediglich Einschränkungen von "Veranstaltungen in geschlossenen Gesellschaften ohne Sicherheitskonzept".
  • Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bekräftigte am Dienstag in einer Pressekonferenz, dass Schulen und Unis gelb bleiben würden. Das Infektionsgeschehen zeige, dass es "epidemiologisch vertretbar" sei, die Bildungseinrichtungen offen zu halten. Schüler, Lehrer und Eltern bräuchten jetzt vor allem Stabilität und nicht tägliche Veränderungen.
  • Heute wurden in Österreich 764 Neuinfektionen registriert, 400 davon in Wien.
  • Die Welle an Orange- und Gelbschaltungen ist aber wohl weniger dramatisch, als es im ersten Moment geklungen hat. So wird sich an den Schulen und bei Veranstaltungen nichts gegenüber den zuletzt vereinbarten Verschärfungen ändern. Das heißt, man verzichtet beispielsweise sowohl auf eine weitere Besucherreduktion bei Events als auch auf die Möglichkeit zum Homeschooling in der Oberstufe.
  • Eine Vorstellung von "Die lustige Witwe" des Universitätslehrgangs Klassische Operette der Musik-und-Kunst-Privatuniversität der Stadt Wien am Theater in der Gumpendorfer Straße sorgt gerade dafür, dass der Wiener Opernszene das Lachen vergeht: 46 Corona-Fälle wurden bisher bestätigt, an der Staatsoper mussten bereits zwei Umbesetzungen vorgenommen werden.
  • Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat am Montag das neue Covid-Maßnahmengesetz vorgelegt. Es bietet die Grundlage für die Ampelregelung sowie für eine weitgehende Ausgangssperre. Letztere müsste Anschober vom Hauptausschuss des Nationalrats genehmigen lassen. Auch weniger weitreichende Betretungsverbote in Unternehmen und an öffentlichen Orten müssen durch den Hauptausschuss.
  • In Israel kommt es wegen steigender Corona-Zahlen zu einem neuen landesweiten Lockdown. Die Regierung stimmte am Sonntagabend gegen den Widerstand einiger Minister für drastische Ausgangsbeschränkungen, die ab Freitagnachmittag für drei Wochen gelten sollen. Geschlossen werden Schulen, Kindergärten, Hotels, Restaurants und Einkaufszentren. Mehr dazu lesen Sie hier. (red, APA, 15.9.2020)