Kopenhagen - 1.132 tote Seehunde sind in den vergangenen Wochen vor den Küsten Dänemarks und Schwedens im Kattegat und Skagerrak gefunden worden. Das teilte die Vereinigung zum Schutz des Wattenmeers, die gemeinsam von Deutschland, den Niederlanden und Dänemark betrieben wird, am Freitag mit. Allein in den vergangenen acht Tagen wurden demnach 600 tote Tiere angeschwemmt. Zurzeit leben in dänischen Gewässern mehr als zehntausend Seehunde. Bereits 1988 wurde die Population durch einen Ausbruch der Krankheit auf die Hälfte dezimiert. Das für die Tiere sehr ansteckende "Phocine distemper"-Virus wird durch Husten übertragen. Bei den Seehunden schwächt es das Immunsystem und macht die Tiere für andere Krankheiten empfänglich. (APA/dpa)