Preßburg - In der Slowakei ist der Misstrauensantrag der oppositionellen Bewegung für eine Demokratische Slowakei (HZDS) gegen Premier Mikulas Dzurinda erwartungsgemäß gescheitert. 52 Parlamentarier votierten für den Antrag, 35 Abgeordnete stimmten dagegen und 18 enthielten sich der Stimme. Zum Erfolg des Misstrauensantrags wären 76 Ja-Stimmen nötig gewesen.Dzurinda: "Zeichen der Unverantwortlichkeit der Opposition" Dzurinda bezeichnete den Misstrauensantrag als "Zeichen der Unverantwortlichkeit der Opposition", einschließlich der Partei der bürgerlichen Eintracht (SOP) und den Parteien von Robert Fico (Smer, Richtung) und Pavol Rusko (Allianz des neuen Bürgers, ANO), die mit der Opposition stimmten. HZDS-Klubobmann Tibor Cabaj erklärte nach der Abstimmung, die Tatsache, dass nur 35 Abgeordnete gegen den Misstrauensantrag und damit für den Verbleib von Dzurinda im Amt votierten, zeuge von der tiefen Krise in der Regierungskoalition. Im September finden in der Slowakei Parlamentswahlen statt. (APA)