Der US-Telekomkonzern Motorola will mit einer neuen Entwicklung es nun auch Privatpersonen ermöglichen zu lokalen Internet Service Providern (ISPs) zu werden. Zu diesem Zweck hat das Unternehmen seine aktuelle Funknetzwerktechnologie Canopy präsentiert. Sein eigener Provider sein Der Provider in spe muss dazu zunächst einen Canopy Access Point einrichten, der dann im Umkreis von drei Kilometern auch andere Teilnehmer funkgestützt mit einem Internetzugang versorgt. Laut Mitteilung von Motorola soll es auch möglich sein mit Hilfe von Richtfunkstrecken auch weiter entfernte (bis zu 30 Kilometer) lokale Netzwerke versorgen zu können. Ein teurer Spaß Zwar wird für den Betrieb und die Installation eines Canopy-Netzwerks keine Lizenz benötigt, aber als kostengünstig kann diese Lösung aber dennoch nicht bezeichnet werden. Das Starter Kit mit sechs Access Points wird für rund 30.000 Dollar angeboten. Nach Auskunft von Motorola können damit bis zu 1200 Teilnehmer versorgt werden. Allerdings muss jeder Kunde über ein installiertes Subscriber Module verfügen, das je nach Ausführung zwischen 500 und 600 Dollar kostet. Ebenfalls noch nicht inkludiert sind die Kosten für den tatsächlichen Datentransfer. Kein autarkes System Der Access Point muss auf herkömmlichen Weg an das Internet angebunden werden. Um hier keine Kostenexplosion zu verursachen, hat Motorola den Bedarf eher niedrig angesetzt. So soll eine 3,6 MBit/sec-Strecke für ein Netz mit 6 AP-Units ausreichen. Sollten sich aber tatsächlich 1.200 Teilnehmern finden, muss mit gelegentlichen Engpässen gerechnet werden.(red)