Die Intel Corp, Palo Alto hat am Montag seine drei neuen Itanium-2-Chips in den Handel gebracht. Zwei der Netzwerk-Prozessoren haben eine Taktfrequenz von einem Gigahertz, der dritte eine solche von 900 Megahertz. Die Preise Die 900MHz Version des Itanium 2-Chips mit 1.5MB "on-chip" L3 cache wird rund 1340 Dollar kosten. Für die 1GHz-Variante, ebenfalls mit 1.5MB L3 cache schlägt mit rund 2250 Dollar zu Buche. Das Top-Modell mit 1GHz-Taktfrequenz aber 3MB L3 cache wird für 4230 Dollar angeboten. Fehlererkennung und -korrektur Der 64-Bit-Prozessor verfügt weiters über Fehlererkennung und –korrektur in allen wesentlichen Datenstrukturen und eine fortschrittliche Machine Check Architecture für eine Wiederherstellung nach komplexen Plattformfehlern. So werden die Gefahrenquellen Datenverlust, Beschädigung und Ausfallszeiten verringert. Der Itanium 2 Prozessor ist Sockel-kompatibel mit den nächsten Prozessorgenerationen der Itanium Familie und ermöglicht so den schnellen Austausch. Es befinden sich derzeit fünf Produkte der Itanium-Serie in Entwicklung. Die Betriebssysteme Zu den Betriebssystemen, die derzeit mit Itanium Prozessoren zusammenarbeiten, gehören Microsoft Windows Advanced Server Limited Edition, Hewlett-Packard HP-UX, Linux von Caldera, MSC. Software, Red Hat, SuSE und TurboLinux. Microsoft plant außerdem die Einführung von Windows.NET Datacenter und Enterprise Server Versionen für den Itanium 2 Prozessor und HP portiert seine OpenVMS und Non Stop Kernel Betriebssysteme auf die Itanium Prozessorfamilie. Unternehmen die den Itanium 2 Prozessor weltweit testen und einsetzen sind unter anderem das National Center for Supercomputing Applications (NCSA), die European Organization for Nuclear Research (CERN), Das Bio-Informatics Institute von Singapur und das National Crash Analysis Center (NCAC), sowie DaimlerChrysler bei Computer-Aided Engineering. HP, IBM, NEC wollen neue Prozessoren Computerhersteller wie Hewlett-Packard Co (HP), International Business Machines Corp (IBM) und NEC Corp haben bereits Pläne angekündigt, die neuen Chips einzusetzen. Dell Computer Corp wolle hingegen zunächst eine steigende Nachfrage nach Itanium-Chips abwarten. Bei den Itanium-Chips handelt es sich um eine Prozessorenreihe, die laut Intel den Weg zu Computerlösungen für Unternehmensanwendungen bietet, die auf offenen Standards basieren. Sie sollen gegenüber herstellerspezifischen Lösungen mehr Flexibilität und Auswahl an unterschiedlichen Systemen bieten.(APA/vwd/red)