Wien - Gute Nachricht für Ornithologen und Naturschützer: Der Bestand des Schwarzstorches ist laut einer Untersuchung der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) vorläufig gesichert. Insgesamt leben in Österreichs Wäldern rund 150 Paare. Im Rahmen der Studie, die in Zusammenarbeit mit der Vogelschutzorganisation BirdLife und dem Österreichischen Naturschutzbund ausgearbeitet wurde, analysierten die Experten auch die Ursachen für die Gefährdung und entwickelten neue Schutz-Strategien. Mehr als 100 Jahre war dieser im Unterschied zu seinem weißfarbenen Artgenossen besonders scheue Vogel auf Grund intensiver Verfolgung und durch Lebensraumverlust in Mitteleuropa praktisch verschwunden, ehe er sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Wienerwald ansiedelte, heißt es in einer Aussendung der ÖBf am Donnerstag. Die Vögel brüten in möglichst ungestörten Altholzbeständen und benötigen als Lebensraum große Flächen der für den Wienerwald typischen Feuchtwiesen. Für Andreas Ranner von BirdLife ist der Schwarzstorch ist auch eine sogenannte Zeigerart: Wo er überleben kann, finden auch andere Waldvögel wie Spechte oder verschiedene Singvögel noch ausreichend geeigneten Lebensraum. Als Abschluss der Schwarzstorch-Studie wird ein umfassendes Horstschutz-Programm erstellt, das im Wienerwald Anwendung finden soll. Die ÖBf, die mehr als 40 Prozent des Wienerwaldes betreuen, bekennen sich ausdrücklich zu diesen ausgearbeiteten Richtlinien zum Schutz des Schwarzstorches. (APA)