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Avignon, die mittelalterlich- päpstliche Skyline

Foto: APA/AFP/Anne-Christine Poujoulat
Wien - Vor allem zeitgenössische Werke stehen im Mittelpunkt der ab 5. Juli abgehaltenen Festivals von Avignon und Aix-en-Provence in Südfrankreich. Aber auch Neuproduktionen und viele internationale Stücke sollen viele Kulturtouristen anziehen. Eötvös eröffnet Aix Große Namen prägen auch dieses Jahr wieder das 54. Opernfestival von Aix-en-Provence, das erstmals mit einer Uraufführung, "Der Balkon" von Peter Eötvös, eröffnet wird. Der ungarische Komponist hat dieses Stück von Jean Genet zusammen mit dem Regisseur Stanislas Nordey kreiert. Eötvös machte erstmals 1998 in Frankreich von sich reden, als er in Lyon seine erste Oper "Die drei Schwestern" aufführte, die erste lyrische Vertonung eines Tschechow-Stücks, die auch bei den diesjährigen Wiener Festwochen Furore machte. Der österreichische Pianist Alfred Brendel ist am 16. und 19. 7. bei Konzerten mit Werken von Haydn, Mozart und Beethoven in Aix-en-Provence zu hören. Weiterer Höhepunkt ist das romantische Stück "Eugen Onegin" von Tschaikowsky mit Daniel Harding an der Spitze des Mahler Kammerorchesters in einer Inszenierung von Irina Brook, deren Vater Peter Brook im Zuge des Festivals Mozarts "Don Giovanni" und Shakespeares "Hamlet" auf die Bühne bringt. Brook eröffnet mit "Hamlet" ein neues Aix-Projekt, bei dem in Aix arbeitende Produzenten anderswo inszenierte Stücke im Zuge des Festivals präsentieren. Insgesamt stehen fünf Opern auf dem Programm, darunter auch das Shakespeare-Stück "Sommernachtstraum" des Deutschen Franz Wittenbrink nach Konzert- und Opernstücken von Mozart. Botho Strauß Avignon-Höhepunkt Im Hof des Papst-Palastes in Avignon werden zum 56. Theaterfestival heuer nur zwei Produktionen gezeigt: als Eröffnungsstück Tschechovs "Platonov" in einer Aufführung des Centre dramatique national de Caen/ouest (Regie: Eric Lacascade) sowie das Tanzstück "NoBody" der deutschen Choreografin Sasha Waltz. Außerdem gibt Julia Migenes dort ein Tangokonzert. Zu den Highlights in Avignon zählen Botho Strauß' "Der Narr und seine Frau heute Abend in Pancomedia" in einer Inszenierung von Jean-Pierre Vincent, Heiner Müllers "Medeamaterial" in der Regie des Russen Anatoli Vassiliev und Grzegorz Jarzynas polnische Inszenierung von Thomas Vinterbergs "Das Fest". Auf dem Programm stehen in Avignon weiters unter anderem Sarah Kanes Stück "Gesäubert" in einer Inszenierung des polnischen Regisseurs Krzysztof Warlikowski und französische Aufführungen von George Taboris "Mein Kampf", Jon Fosses "Besuch" und Thomas Bernhards "Minetti". Aus der internationalen Tanzszene sind in Avignon unter anderem Josef Nadj, Benoit Lachambre, Javier De Frutos, Christian Rizzo und Wim Vandekeybus mit Choreografien vertreten. (APA/dpa)