Havanna - Trotz der politischen Spannungen mit Washington hat die kommunistische Regierung Kubas die Amerikaner anlässlich des US-Nationalfeiertags besonders geehrt. Präsident Fidel Castro besuchte am Donnerstagabend eine Kulturveranstaltung im Karl-Marx-Theater, in dem amerikanische Musik und Tänze aufgeführt wurden, unter anderem das Lied "Old Man River" und George Gershwins "I've Got Rhythm". Die KP-Zeitung "Granma" sprach von einer Veranstaltung zu Ehren des "edlen" amerikanischen Volkes. US-Diplomaten bezeichneten die beispiellosen Ereignisse in Havanna als kubanische "Charme-Offensive", mit der offenbar die Stimmung in der amerikanischen Öffentlichkeit zu Gunsten einer Lockerung der Sanktionen gegen Kuba beeinflusst werden solle. (APA/AP)