Mexiko-Stadt - Vor der Küste der Galapagos-Inseln ist es wieder zu einem Ölunfall gekommen. Wie die Tageszeitung "El Comercio" am Freitag berichtete, flossen vor dem Ort Puerto Villamil an der Südseite der Insel Isabella zwischen 500 und 2.000 Galonen (2.000 und 8.000 Liter) Dieselkraftstoff ins Meer. Von der Nachbarinsel Santa Cruz seien 14 Nationalparkranger, Taucher und Techniker mit zwei Booten zum Unglücksort geeilt, um die Ausbreitung des Öls zu stoppen und die Verschmutzung zu beseitigen. Wie der Direktor des Nationalparks Galapagos, Eliecer Cruz, mitteilte, ereignete sich das Unglück, als vor Puerto Villamil bei schlechtem Wetter Dieselkraftstoff von einem Tankschiff der Marine auf eine Barkasse umgeladen wurde und die Barkasse plötzlich sank. Im Jänner 2001 waren bei einem wesentlich schwereren Unglück drei Millionen Liter Öl vor den Galapagos-Inseln ins Meer gelaufen, nachdem der Ölfrachter "Jessica" gesunken war. Später stellten Forscher ein Massensterben unter den heimischen Leguanen fest. Die Galapagos-Inseln sind für ihre einzigartige Tierwelt bekannt. (APA)