Ramallah - Nach den Protesten gegen die Entlassung des Sicherheitschefs Jibril Rajoub hat Palästinenserpräsident Yasser Arafat am Samstagabend in Ramallah Vertreter der Sicherheitskräfte empfangen. Mit der Absetzung von Rajoub habe Arafat dem internationalen Druck nachgegeben, sagte einer der Polizisten, Sabri Tmesi, vor dem Treffen. Rajoub sei "kein Mann der Amerikaner" gewesen, weil er stets die Beschlüsse der Autonomiebehörde umgesetzt habe, fügte er hinzu. Im Gespräch mit Arafat sollte demnach eine angemessene Beförderung für Rajoub gefordert worden. Gleichzeitig sollte Protest gegen die Ernennung seines Nachfolgers, den früheren Bürgermeister von Jenin, Suher Manafrah, eingelegt werden. Rund 600 von 4000 palästinensischen Polizisten im Westjordanland hatten ihrem neuen Chef zuvor die Gefolgschaft verweigert. Rajoub ist einer von drei Polizeichefs, die in den vergangenen Tagen von Arafat entlassen worden waren. Der palästinensische Sicherheitsdienst im Westjordanland soll in Zusammenarbeit mit Israel vor allem anti-israelische Attentate verhindern. (APA)