Nach umfangreicher Renovierung öffnet die Düsseldorfer Kunsthalle, einst legendäre "Startrampe" internationaler Künstlerkarrieren, am Samstag wieder ihre Türen. Das Haus war in einjähriger Renovierung gründlich aufgefrischt und von späteren architektonischen Einbauten befreit worden. Ein Loch, das Joseph Beuys vor vielen Jahren in die Wand gebohrt und außen mit einem kleinen Schornstein versehen hat, ist - sorgsam verschlossen - erhalten geblieben. Die Kosten für die "sparsame Reduzierung auf das ursprünglich Vorhandene" lagen bei gut 2,1 Millionen Euro, sagte Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff am Freitag. Mit einer Doku-Ausstellung über die Punk-Bewegung in Deutschland und mit minimalistischen Wandmalereien des Briten Richard Wright eröffnet das Haus, das von einer gemeinnützigen GmbH getragen wird. Die Schau "Zurück zum Beton" zeigt bis 15. September Dokumente der deutschen Punk- und New Wave-Bewegung: Der ursprünglich in England gegen die Thatcher-Politik entstandene Jugend-Protest ist in Düsseldorf zu einem nostalgisch-braven Bilderbogen aus Fotos, Amateur-Videos, Postern und selbst gebastelten Musikinstrumenten geworden. Mit der Schau gibt die neue Kunsthallen-Leiterin Ulrike Groos ihr Debüt. (red/apa)