Amsterdam/Wien - Die KPN NV, Den Haag, hat 20 Mio. Euro für einen Großteil des europäischen Glasfasernetzwerks der insolventen KPNQwest, Amsterdam, geboten. Der niederländische Telekomkonzern ist damit offenbar der einzig verbliebene Interessent für das Netzwerk.In Österreich wurde mit der Ebone Broadband Services, Austria, nun ein weiteres Unternehmen aus dem KPNQwest-Konzern insolvent. Wie berichtet, wurde am Mittwoch das Ebone-Netzwerk abgeschaltet. Der Glasfasernetzbetreiber war erst im Oktober des Vorjahres von KPNQwest erworben worden. In Österreich hatte das Unternehmen lediglich eine Vertriebsmannschaft mit sieben Dienstnehmern. Diese hatte gegenüber nahe stehenden Gesellschaften aus dem KPNQwest-Konzern Forderungen von rund 960.000 Euro. "Diese sind nun nicht mehr werthaltig", so der Kreditschutzverband von 1870 (KSV). Die Passiva betragen rund 1,3 Mio. Euro; betroffen sind 20 Gläubiger. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 6.7.2002)