Neu Delhi/Seoul/Manila - Heftiger Monsunregen sowie ein tropischer Sturm haben in Südostasien hunderttausende Menschen obdachlos gemacht und Todesopfer gefordert. In Indien, wo bei Überschwemmungen in diesem Jahr schon mehrere hundert Menschen starben, stehen nach starken Niederschlägen im Bundesstaat Assam riesige Gebiete unter Wasser. Meteorologen sagten am Samstag weitere Regenfälle voraus. Zwei Todesopfer gab es nach dem tropischen Wirbelsturm "Ramassun" in Südkorea. Nach Angaben des nationalen Amtes für Katastrophenschutz wurde am Samstag ein siebenjähriger Bub tot in einem überfluteten Graben in der südlichen Stadt Sanchong geborgen. Am Freitag war ein 35-jähriger Mann auf der südlichen Insel Jeju von einer hohen Welle erfasst und getötet worden. Der Taifun hatte wolkenbruchartige Regenfälle mit sich gebracht, die seit Freitag zahlreiche Straßen und Felder im Süden und Südwesten überspült haben. Am Samstag zog der Sturm in Richtung Japanisches Meer (Ostmeer) weiter. Die koreanische Halbinsel wird während der sommerlichen Regenzeit regelmäßig von Flutkatastrophen heimgesucht. Im ostindischen Tee-Anbau-Staat Assam sind mindestens 700.000 Menschen durch Überschwemmungen obdachlos geworden, teilten die Behörden mit. Akut betroffen sei die Region um den Fluss Brahmaputra, dessen Wasserpegel weiter steige. In nahem Bangladesch rechnen die Behörden damit, dass die Wassermassen bald auch die Flüsse Ganges und Meghna über die Ufer treten lassen. Starke Regenfälle haben auch weite Teile der philippinischen Hauptstadt Manila unter Wasser gesetzt. Anwohner im Flussbereich mussten sich durch hüfthohes Wasser kämpfen, um ihre Habseligkeiten zu retten. Viele Straßen seien unpassierbar geworden, teilte ein Sprecher der staatlichen Straßenaufsicht am Samstag mit.(APA/dpa)