Linz/Wien - Nachdem an einer Insolvenz der Babcock Borsig nun kein Weg mehr vorbei führt, muss der oberösterreichische VA Tech-Konzern seine zehnprozentige Beteiligung an der Babcock-Energietechnik-Tochter Babcock Borsig Power GmbH auf Null abwerten. "Im Insolvenzfall steht die vollständige Abschreibung an", hatte ein VA Tech-Sprecher gesagt. Die Beteiligung stand bisher mit 44 Mill. Euro in den Büchern der VA Tech. Das börsenotierte Linzer Unternehmen hatte 1999 für die Abgabe der maroden Konventionellen Thermischen Kraftwerkstechnik an Babcock Borsig Power im Gegenzug einen zehnprozentigen Anteil an der Babcock-Tochter erhalten. "Weißer Rauch in schwarzen übergegangen" "Der weiße Rauch ist in einen schwarzen übergegangen", sagte der VA Tech-Sprecher. Er betonte jedoch, dass eine Total-Abwertung "keine Auswirkungen" auf die Liquidität und das operative Ergebnis der VA Tech haben würde, wohl aber auf das Beteiligungsergebnis. In der Babcock Borsig Power GmbH ist das Energietechnik-Geschäft des Babcock-Konzerns inklusive der österreichischen Aktivitäten gebündelt. Diese Sparte gilt als größtes Standbein, im vergangenen Geschäftsjahr 2000/2001 (Ende September) wurden mit rund 10.000 Mitarbeitern rund 2,4 Mrd. Euro umgesetzt. An der Wiener Börse notierte die VA Tech-Aktie Montag Nachmittag mit 24,25 Euro um 2,8 Prozent etwas erholt. Im Verlauf der vergangenen Woche war der Titel um fast 12 Prozent abgestürzt. (APA)