Wien - Der Nahrungsmittelerzeuger Frisch & Frost hat früher als erwartet den Turnaround geschafft. Nachdem das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) im Jahr 2001 noch minus drei Millionen Euro betragen hatte, sei eine "schwarze Null für das Gesamtjahr 2002 absolut realistisch", sagte Geschäftsführer Christian Wimmer. Bereits im ersten Halbjahr sei man "weit über Plan" gelegen.

Frisch & Frost erzeugt Kartoffel-, Teig-, Knödel- und Strudelteig-Spezialitäten unter den Markennamen "Toni Kaiser" und "Bauernland". Der Umsatz der Tochter der Raiffeisenware Austria (RWA) ist in den ersten sechs Monaten des Jahres um zwölf Prozent gestiegen und soll im Gesamtjahr um rund zehn Prozent über dem Vorjahreswert (47,5 Mio. Euro) liegen.

Modernisierung

Rund die Hälfte des Umsatzes von Frisch & Frost macht die Gastronomie aus, 30 Prozent der Großkunde McDonald's, für den die McFries hergestellt werden. Der Rest entfällt auf den Lebensmittelhandel, vor allem auf die Produktion von Eigenmarken wie etwa für den Diskonter Hofer. Wimmer will in den nächsten Jahren verstärktes Augenmerk auf diese Eigenmarken legen. Dabei wird ab 2003 auch der deutsche Diskonter Aldi ins Visier genommen werden.

Das Werk in Hollabrunn soll heuer und im nächsten Jahr ausgebaut und modernisiert werden und damit die Kapazität um rund 25 Prozent erhöht werden, sagte Wimmer. (zwi/DER STANDARD, Printausgabe, 7.6.2002)