Bei der Premiere des in Kooperation mit der M & A Privatbank AG veranstalteten Wiener "Sotheby's Salon" - Vortrag plus Dinner - ging es um "Kunst als Investment". Nicht direkt in die Kunstschiene, sondern ins Auktionsgeschäft generell passte da das Thema des zweiten Salons, "Juwelen im Wandel der Zeit". Der Vortragende, Sotheby's-Experte Andres White-Correal, skizzierte anhand historischer Beispiele die Entwicklung der edlen Steine. Der Endpreis des Steines ergibt sich aus den "vier C": auf Englisch Carat, Cut (Schliff), Colour (Farbe) und Clarity (Reinheit). Laut White-Correal leitete die Entdeckung der Diamantenminen Südafrikas 1874 die Hochkonjunktur der Schmuckproduktion ein. Da man sich wegen der noch relativ erschwinglichen Preise die alten Schmuckstücke nicht umarbeiten ließ, fänden sich heute noch Stücke des 19. Jahrhunderts in verhältnismäßig großer Quantität. Gegen 1900 seien die Natur sowie die zeitgenössische Kunst stilbildend gewesen. (dok/DER STANDARD, Album; Printausgabe, Sa./So., 6.07.2002)