Im Rahmen des 3. Berliner Forum Electronic Business fand Richard Stallman, Gründer des GNU-Projekts und einer der Väter des Betriebssystems GNU/Linux, harte Worte für die Aktivitäten der Business Software Alliance (BSA) und zum Thema Urheberrecht im Internet. "Staatlich geförderter Terrorismus" Die BSA, die von zahlreichen IT-Unternehmen unterstützt wird, betreibe, so Stallman eine Art staatlich geförderten Terrorismus. Als Beispiel nannte der GNU-Gründer etwa die Kampagnen in Argentienien wo Konsumenten, die nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügen würden, in Postaussendungen zur Lizenzierung von Software aufgefordert wurden. User sollen Musik kostenlos im Internet tauschen Auch zum Thema Copyright im Internet äußerte sich Stallman in Berlin. Seiner Meinung nach sollten User noch stärker als jetzt Musikdateien kostenlos im Netz tauschen und Künstler entweder direkt durch Spenden oder durch verstärkte Konzertbesuche bezahlen, anstatt die Musikindustrie durch CD-Käufe zu finanzieren. Eine Neufassung des Urheberrechts Richard Stallman forderte auch eine Neufassung des Urheberrechts. Nutzer sollten die Rechte zurückerhalten, die diese früher den Rechteinhabern überlassen haben. Die momentane Situation - vor allem in den USA - bei der Durchsetzung von Kopierschutzmechanismen gegen die Anwender sei nur in einem repressiven Polizeistaat möglich, so Stallman. Und erinnere ihn an die Regime der vergangenheit, die sich eines Systems aus Überwachung, Bestrafung, Regulierung und Propaganda bedienten. Der GNU-Gründer sieht es als ein Menschenrecht an, den Nächsten zu helfen, auch mit Software.(red)