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foto: apa/seeger
Berlin - EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler will das gesamte System der Einkommenssicherung der Bauern reformieren. Das geht nach Angaben der Wochenzeitung "Welt am Sonntag" aus einem Dokument hervor, das der Zeitung vorliegt und nächste Woche vorgestellt werden soll. Statt wie bisher einzelne Produkte wie Weizen, Rindfleisch und Reis zu subventionieren, plädiert Fischler dafür, jedem landwirtschaftlichen Betrieb eine einzige Einkommenszahlung zukommen zu lassen, wie die Zeitung am Samstag im voraus berichtete. Damit hätten Europas Landwirte die Möglichkeit, sich mehr an den Bedürfnissen des Marktes zu orientieren und weniger daran, für welche Produkte gerade Subventionen gezahlt werden. Insgesamt will Fischler die EU-Agrarpolitik auf Direktbeihilfen für die Landwirte umstellen, was prinzipiell auch von der deutschen Bundesregierung unterstützt wird. Allerdings wehrt sich Berlin gegen Vorschläge der Kommission, die vom Jahr 2004 an beitretenden Länder Mittel- und Osteuropas auch in den Genuss der Direktzahlungen kommen zu lassen. Brüssel hatte vorgeschlagen, den Bauern dort zunächst 25 Prozent des EU-üblichen Satzes zu zahlen, bis zum Jahr 2013 sollten die Bauern der neu beigetretenen Länder dann auf EU-Niveau herangeführt werden. (APA)