Linz - Kurz vor 20:00 Uhr konnte die Gendarmerie in Bad Ischl (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich nach den schweren Vermurungen im Rettenbachtal "Entwarnung" geben. Unter den Geröllmassen seien weder Personen noch Fahrzeuge begraben worden. Rund 50 Menschen, die im Talkessel eingeschlossen worden waren, wurden mit Fahrzeugen von Gendarmerie und Feuerwehr evakuiert. Stundenlang hatte Unklarheit über die wahren Ausmaße der Muren im Rettenbachtal geherrscht. Es sei nicht bekannt, wie viele Fahrzeuge tatsächlich von Geröllmassen eingeschlossen oder begraben worden seien und ob auch Personen gefährdet seien, teilten Gendarmerie und Feuerwehr zunächst mit. Der Telefonkontakt zu jenem Mann, der die Geschehnisse gemeldet hatte, war abgerissen. Der Einsatz eines Hubschraubers war wegen des Schlechtwetters nicht möglich. Die Einsatzkräfte versuchten dann, mit Geländeautos von Süden her - also von Altaussee in der Steiermark - ins Rettenbachtal vorzudringen. Auf der Ischler Seite stand schweres Gerät im Einsatz, um die von Muren und Sturzbächen beschädigte und blockierte Straße befahrbar zu machen - die Bemühungen waren schließlich von Erfolg gekrönt. Die Aufräumungsarbeiten liefen am Abend noch weiter. (APA)