Redmond - Abtreibungsgegner machen gegen Microsoft-Chef Bill Gates mobil. Sie werfen ihm vor, mit seiner milliardenschweren Stiftung Schwangerschaftsabbrüche zu unterstützen. Ein Sprecher der Gates-Stiftung betonte, dass man zwar Programme zur Familienplanung unterstütze. Spenden für Abtreibungsdienste habe es aber nie gegeben. Eine Gruppe schwarzer Prediger hat nach Presseberichten vom Mittwoch vergeblich versucht, Gates in seiner Firmenzentrale in Redmond (US-Bundesstaat Washington) einen unangemeldeten Besuch abzustatten, um ihren Protest vorzutragen. Das gewünschte Treffen wurde verweigert. Sicherheitskräfte geleiteten die Geistlichen vom Firmengelände. Zwei konservative religiöse US-Organisationen, das "Life Education and Resource Network" und die "American Life League", wenden sich zurzeit nicht nur mit persönlichen "Besuchen", sondern auch mit Zeitungsanzeigen an Bill Gates. Die Gruppen behaupten unter anderem, dass es keine weltweite Überbevölkerungs-Krise gebe. Die Gates-Stiftung hilft unter anderem international bei der Finanzierung von Programmen zur Verringerung des Bevölkerungswachstums.(APA/dpa)