Berlin - Die OSZE werde ihre Bedeutung, die sie derzeit für den atlantisch-euroasiatischen Dialog habe, auch in Zukunft behalten. Das sagte Nationalratspräsident Heinz Fischer (S) am Samstag am Rand der 11. Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Berlin. Selbst wenn die EU nach ihrer Osterweiterung 25 Mitgliedsstaaten habe, werde die OSZE noch immer doppelt so groß sein.Wirksamkeit sei eingeschränkt Er selbst habe an der Ausarbeitung der Statuten für die Versammlung, die es seit Beginn der 90er Jahre gibt, mitgearbeitet, sagte Fischer. Der Vorteil der OSZE liege in der breiten europäischen Sicherheitsstruktur von Russland bis Kanada, wenngleich der österreichische Nationalratspräsident hinzufügte, dass man sich eingestehen müsse, dass sie in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt sei. Zu der Versammlung, an der von Samstag an bis kommenden Mittwoch 300 Parlamentarier teilnehmen, sind von österreichischer Seite neben Fischer auch die Abgeordneten Wolfgang Großruck (V), Edith Haller und Gerhard Kurzmann (beide F) sowie der Vorsitzende der SP-Bundesratsfraktion, Albrecht Konecny angereist. Den Europarat vertritt Peter Schieder. Samstag Nachmittag wurde über Vorschlag Österreichs der OSZE-Preis für Journalismus und Demokratie an den ORF-Redakteur Friedrich Orter überreicht. "Wenn man bedenkt, welche Abenteuer er erlebt hat, vom Überfall in Albanien bis zu Afghanistan, kann man sagen, das ist eine durchaus verdiente Preisverleihung", sagte Präsident Fischer. Am Mittwoch, dem letzten Tag der Versammlung, wird ein neuer Präsident als Nachfolger für den noch amtierenden Adrian Severin aus Rumänien gewählt. Die Kandidaten sind Bruce George aus Großbritannien, Gerhard Walterskirchen aus Deutschland und der Franzose Voisin. Die OSZE wird ein kleines Sekretariat in Wien einrichten, um Verbindung zu Österreich zu halten. Die OSZE-Halbjahreskonferenzen finden jeweils zu Beginn des Jahres in Wien statt. (APA)