Athen - Der griechischen Polizei ist am Wochenende zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen ein Schlag gegen die linksgerichtete Terrororganisation "17. November" gelungen. Bei einer Razzia in einer Athener Wohnung des Stadtteils Pangrati fanden Sicherheitskräfte Waffen, Sprengstoff und Panzerfäuste. Bereits am 3. Juli hatte die Polizei einen anderen Unterschlupf der Untergrundorganisation mit ähnlichen Waffenfunden und Propagandamaterial ausgehoben.Terrorgruppe Die Gruppe "17. November", die sich nach dem Datum der blutigen Niederschlagung des Athener Studentenaufstandes gegen die Militärdiktatur im November 1973 nennt, hat in mehr als einem Vierteljahrhundert 23 Menschen ermordet, darunter Diplomaten, Unternehmer, Verleger und Politiker, und Dutzende von Bomben- und Panzerfaust-Anschlägen verübt. Prominente Anschlagsopfer waren der konservative Parlamentsabgeordnete Pavlos Bakoyannis, Schwiegersohn des ehemaligen Ministerpräsidenten Konstantin Mitsotakis, der CIA-Leiter in Athen, Richard Welch, und ein britischer Diplomat. Bis heute ist keiner der Täter dingfest gemacht worden. Der "17. November" steht auf der Terrorliste des US-Außenministeriums. Festgenommen wurde bisher nur ein 40-jähriger Grieche, der Ikonenmaler Savas Xyros. In den Händen des mutmaßlichen Terroristen war vor einer Woche in Piräus eine Bombe explodiert. Der Mann wird in einem Spital von Athen behandelt und ist nach Informationen der Ärzte außer Lebensgefahr. (APA/Reuters/AP)